Gleich 2 Veranstaltungen standen an diesem Wochenende an: Willingen und Dassel. Nachdem ich beim Ziener Bike Festival auf Platz 15 gesamt und 12 Ak auf der Kurzstrecke gefahren bin, ging es gleich weiter nach Dassel, wo ich die Nacht in einer Pension verbrachte. Gut ausgeschlafen saß ich noch um 8 Uhr beim Frühstück, am Abend zuvor mit 2 Bier und Ouzo beim Griechen regeneriert. Bei top Wetter würde ich hier zum ersten Mal starten, über die Langstrecke von 56 Km, 4 Runden durch leichtes Gelände.

In der Startaufstellung bekannte Gesichter von NRT, Bad Bikers, R2 und DDMC Solling. Ich fühlte mich irgendwie gelassen, trotzdem wusste ich nicht, ob ich jetzt wieder volle Leistung abrufen konnte. Der Countdown zählt runter und ich hänge mich hinter das Quad. Ein Zeichen vom Fahrer und er gibt Gas, das Feld wird schneller. Zum Glück ging es berghoch, mein Anfangstempo ist immer etwas höher, so komme ich besser in meinen Rhythmus. Ein Fahrer mit Cross Rad setzt sich vor mir ab, schlau bei der Stecke eines zu fahren. Der Rest hinter mir her. Als bald liegen die Anstiege hinter uns und die Gruppe besteht noch aus 4 Fahrern, den Crosser vor uns ausgenommen. Irgendwann hatten wir ihn eingeholt, ich und noch ein weiterer Fahrer. Ich erkundigte mich nach seiner Strecke und siehe da, der Crosser fuhr nur 2 Runden, na ein Glück! Die erste Runde war eher als erkunden der Schlüsselstellen gedacht, vor der sogenannten „Himmelsleiter“, einem sehr steilen kurzen Anstieg, ging es bergab um Tempo aufzubauen. Genau in der Senke war der Boden noch ziemlich feucht und als ich meine Richtung bei Tempo 35 korrigieren wollte, rutschte ich erstmal schön übers Vorderrad… Dank der Geschwindigkeit und dem Grip vom X-King hat die Geschichte aber nur eine Schrecksekunde gekostet. (Der Moment wurde sogar auf einem Bild festgehalten)

Nächste Runde und keiner mehr bei mir, vor mir der Führende der 4 Runden und der Crosser, hinter mir Platz 3. So fuhr ich mein Tempo, immer in Sichtweite nach vorne und hinten. Die Leistung jedenfalls lag voll an. Damit das so blieb, versorgte ich mich pro halbe Rund mit Trinken oder Liquid von Aktiv 3. Auf Runde 3 kam ich am Berg an den Führenden heran, in der Abfahrt verlor ich ihn aber wieder, ca. 20 Sekunden. Auf Platz 3 hatte ich den gleichen Abstand. Auf Runde 4 wusste ich genau, ich muss am Berg alles geben! Platz 2 absichern oder angreifen, dass macht den Kämpfer aus. So holte ich alles aus mir heraus, und es funktionierte. Er sah mich kommen und ließ mich vorbei in den ersten Trail einbiegen. Nach dem Wurzelteppich ging es weiter berghoch und ich legte mich nochmal richtig rein. Zum Vergleich, ich addiere meineGeschwindigkeit zur aktuellen Steigung, der Wert liegt immer so bei 20-22. Jetzt hatte ich bei 8% ca. 19 Kmh anstehen. Der Abstand wurde größer, auf der langen Geraden die absenkbare Stütze runter und klein machen, das bringt auch was! Die Abfahrt war getrocknet, Ideallinie war bekannt, jede Rundewurde ich schneller. Endlich unten, schaute ich mich nochmal um, doch da sah ich niemanden mehr. Euphorie beflügelte mich auf dem letzten Kilometer. Das Gefühl zu wissen, dass man gewinnt, ist echt gut! Quietschende Reifen auf der Sportbahn beenden meinen 2ter Gesamtsieg in diesem Jahr, mal sehen was da noch kommt… vor allem mit der Regeneration.

Top Organisation, Preise und das Wichtigste: Duschen! Ich komme gerne wieder, 

mit sportlichen Grüßen, Tobi

   

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20 Jan 2018n08:00AM - 05:00PMnIceman
   

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